Kindertagesstätte

Sprach-Kita St. Johannis - jetzt ganz offiziell

"Berlin, 15.11.2016

Die Evangelische Kindertagesstätte St. Johannis der Gemeinde Tiergarten nimmt am Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ des Bundesfamilienministeriums teil und wird dabei durch eine zusätzliche Fachkraft mit Expertise im Bereich sprachliche Bildung unterstützt. Sprachkompetenzen eröffnen allen Kindern gleiche Bildungschancen von Anfang an. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sprachliche Bildung besonders wirksam ist, wenn sie früh beginnt. Weitere Schwerpunkte des Bundesprogramms sind inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien.

Frau Claudia Fischer-Staatlich anerkannte Erzieherin  in Weiterbildung zur Sprachfachkraft- begleitet und unterstützt die pädagogischen Fachkräfte in der Kita bei der Weiterentwicklung alltagsintegrierter sprachlicher Bildung. Sie ermutigt die pädagogischen Fachkräfte ihr Handeln mit Sprache zu begleiten: Sie nutzen Gesprächsanlässe im Kita-Alltag wie zum Beispiel beim An- und Ausziehen in der Garderobe und erweitern im feinfühligen Dialog mit dem Kind dessen Wortschatz und Sprachfähigkeiten.

Eine zusätzliche Fachberatung unterstützt kontinuierlich und prozessbegleitend die Qualitätsentwicklung in der „Sprach-Kita“.

Mit dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ stärkt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend alltagsintegrierte sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien in den Kitas. Von Januar 2016 bis Dezember 2019 stellt der Bund insgesamt 400 Millionen Euro zur Verfügung. Damit können bis zu 4.000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in den Kitas und in der Fachberatung geschaffen werden.

 

Weitere Informationen zum Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ finden Sie auf der Webseite
www.fruehe-chancen.de/sprach-kitas.

 

Ansprechpersonen:

Christine Thomaschewski-Borrmann (Kitaleiterin)

Claudia Fischer (Sprachfachkraft)

Tel. 030/398 890 94

kita-st.johannis@ev-gemeinde-tiergarten.de "

Kita St. Johannis: Vorzeigeprojekt für die Integration von Flüchtlingskindern

 

Viele wollten es, doch nur acht konnten es werden: Die Kita St. Johannis überzeugte die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft durch großes Engagement im Bereich der Integration von Kindern aus Familien mit Fluchterfahrung. Denn in der Kita unserer Kirchengemeinde wurde auf die Flüchtlingsströme nach Berlin rechtzeitig reagiert und Plätze für einige der ankommenden Kinder reserviert. Sie zu besetzen, gestaltete sich für die Erzieherinnen zunächst nicht einfach, ebenso wie die folgende Integration und ggf. Inklusion der Kinder mit unbestimmter Bleibeperspektive.

Doch heute gehören Flüchtlingskinder in den Gruppen nahezu zur Normalität. Acht von ihnen werden zur Zeit in drei der Gruppen betreut. Die Hälfte lebt noch in Notunterkünften. Sechs flüchteten vor Krieg und Terror. In der Kita St. Johannis fanden sie einen behüteten Platz, an dem sie unter Kindern Kind sein können und dabei sehr schnell die deutsche Sprache lernen

Jetzt wird die Kindertagesstätte auf dem Gelände der St. Johanniskirche Modell-Kita in einem Projekt, das eine fachlich begleitete Vernetzung weniger Berliner Kitas anstrebt, die sich zuvor durch hervorragende Arbeit mit Flüchtlingskindern hervortaten. Erfahrungen bei der Aufnahme, Eingewöhnung und Betreuung dieser Kinder sollen ausgetauscht, gebündelt und ausgewertet werden, um auch anderen Einrichtungen als Hilfestellung zu dienen und die Integration dort zu erleichtern.

Die Entscheidung für die Kita St. Johannis als Modellkita begründete die Senatsstelle neben Erfahrung, Fachkenntnissen und Organisation auch mit der guten Vernetzung mit Flüchtlingsunterkünften und Partnern im Sozialraum und den durch die Kita Leiterin, Frau Thomaschewski-Borrmann, formulierten weitreichenden Ideen und Zukunftsperspektiven. Die freut sich auf den kollegialen Erfahrungsaustausch mit den anderen Modell-Kitas und die dadurch mögliche Weiterentwicklung ihres eigenen Konzepts zur Integration und Inklusion von Kindern mit Fluchterfahrung.

 

MARTINA KNOLL

(foto:knoll)

 

 

Sommerfest der St. Johannisgemeinde


Mit Spannung hatten unsere Töchter Katharina und Clara schon seit Tagen das Sommerfest erwartet. Besonders Clara, die Ältere der beiden erzählte häufig davon. Schließlich sollte sie mit den anderen "Wackelzähnen" an der alljährlichen Tanzaufführung teilnehmen. Während der langen Vorbereitungszeit erzählte sie uns häufig von den Tanzübungen. Wir konnten uns gar nicht vorstellen, dass unsere schüchterne Tochter bei solch einer Aufführung mitmacht und so warteten auch wir gespannt auf das diesjährige Fest.

Wie üblich begann alles mit einem Gottesdienst, bei dem es auch einen schön gestalteten Kindergottesdienst gab.  Danach gingen wir zusammen in den Sommergarten und wirklich: unsere Große tanzte mit viel Begeisterung.

Nach dem Tanz ging es weiter mit verschiedenen Bands. Bratwurst, Bier, Kaffee und Kuchen durften natürlich auch nicht fehlen. Die Kinder vergnügten sich derweil bei den Spielen, die die Erzieher im Garten der Kita aufgebaut hatten und den ganzen Nachmittag betreuten und die uns viele mehr oder weniger nützliche Preise aber vor allem zwei rundherum zufriedene Kinder einbrachten.

Das Wetter hätte besser nicht sein können. Es war sonnig aber auch nicht zu warm. Besonders hat uns gefreut, auch mehrere ehemalige Angehörige der Gemeinde oder Besucher der Kita zu treffen. Leider werden auch wir wegen eines Umzugs die Gemeinde verlassen, aber das Gemeindefest werden wir in Zukunft sicher als Gelegenheit nutzen, einmal wieder die Kita und die St.Johannis Gemeinde zu besuchen.

Autorin: Starke, A.

Freie Plätze für Kinder aus Flüchtlingsfamilien

 

In der Kindertagesstätte der Evangelischen Kirchengemeinde St. Johannis, Alt-Moabit 24-25, sind noch 2-3 Plätze frei, die zunächst für Kinder aus Flüchtlingsfamilien reserviert sind. Sie können sofort von Kindern im Alter von 3-6 Jahren in Anspruch genommen werden.

Bitte wenden Sie sich bei Bedarf oder wenn Sie jemanden kennen, bei dem Bedarf besteht, direkt an die Leiterin der Kindertagesstätte Frau Thomaschewski-Borrmann.

kita-st.johannis@gmx.de
030/398 890 94

 

Eröffnungswelle - alle guten Dinge sind drei!


Am Dienstag Abend wurde der neue Kindergartentrakt der Evangelischen Kindertagesstätte St. Johannis eröffnet. Feierlich und ganz offiziell durch die Kita-Leiterin Frau Thomaschewski-Borrmann und Pfarrer Mangliers.

Aber kaum war das rote Band durchschnitten, musste es noch einmal in Position gebracht werden, denn jetzt war endlich auch der Bezirksbürgermeister von Mitte Dr. Christian Hanke eingetroffen und auch ihm sollte diese Ehre zuteil werden (die Bilder nebst Bericht dazu unter "Aktuelles" im vorausgehenden Artikel).

Am Mittwoch waren dann die Kita-Kinder dran, die die für sie so einladend gestalteten, hinter der blickdichten Brandtür entstandenen Räumlichkeiten noch nie betreten hatten. Stellvertretend für alle wurde das Band durch zwei der Kinder geteilt.
Ein drittes Mal! Jetzt kann ja nur noch alles gut werden!

 

MARTINA KNOLL

(foto: Kita-St.J.)

Wenn eine Vision Wirklichkeit wird: Die Kindertagesstätte eröffnet ihre neuen Räume


Vor zwei Jahren saß man zusammen, überlegte, was mit den nicht mehr genutzten Räumlichkeiten im Untergeschoss des Gemeindehauses geschehen solle. Die Angliederung an den dortigen Kindergarten lag nahe, doch bedarf ein solcher Umbau williger Gremien, fähiger Architekten, überzeugter Senatsstellen und nicht zuletzt hoher finanzieller Investitionen. Alles wurde gefunden und klamme Kassen gefüllt, um mit fachgerechter Betreuung von zusätzlichen Kindern in die Zukunft zu investieren.


Am 15. September 2015 konnte der neue Kindergartentrakt feierlich eröffnet werden. Bezirksbürgermeister Dr. Hanke war im letzten Jahr Lesepate in unserer Kindertagesstätte und wurde in diesem Rahmen schon im November vor Ort durch die Leiterin Frau Thomaschewski-Borrmann und Pfarrerin Türpe mit den Plänen vertraut gemacht. Jetzt konnte er mit der Kita-Leitung und Pfarrer Mangliers das rote Band durchschneiden und die Räume damit zur Besichtigung und vor allem Nutzung freigeben.


Von den sehr aufwendigen Bauarbeiten zeugen nur noch dokumentierende Fotos: auf ihnen Treppen, die entfernt, und Decken, die eingezogen werden mussten, Malen, Verputzen und Fliesenarbeiten, Baucontainer und sehr viel Schutt, immerzu, und immer wieder Staub in allen Ecken. Welch zusätzliche Arbeit und Anspannung dieses für alle bedeutete, erklärte Frau Thomaschewski-Borrmann in ihrer einführenden Ansprache im gut gefüllten Gemeindesaal, die sie mit einem Dank an die vielfältige Unterstützung von allen Seiten verband. Nicht zuletzt dankte sie den Eltern der Kita-Kinder für ihr Verständnis und ihre bewiesene Tatkraft.

Jetzt ist es also endlich soweit: die Schmetterlingsgruppe wird in den neuen Gruppenraum ziehen, die Sanitärräume mit kindgerechten Einbauten kleine Nutzer finden, die vielen einladenden Räume mit ihren sanftgrünen Böden werden mit Leben erfüllt. 15 Kinder werden die neue Gruppe bilden. Etwa die Hälfte wechselt aus dem Krippenbereich dorthin. Die anderen Plätze sind noch zum 1. Oktober zu vergeben, wobei drei Plätze für Kinder aus Flüchtlingsfamilien, vermutlich aus der Notunterkunft des ASB Alt-Moabit,  reserviert werden sollen.
 

MARTINA KNOLL

(fotos:knoll)

Wer will fleißige Handwerker sehen? ...

Seit einiger Zeit gehen sie täglich bei uns ein und aus.

Nach einer einjährigen Vorbereitung (Planung, Beantragungen der erforderlichen Genehmigungen und Fördergelder aus dem Kita-Ausbauprogramm Ü3), haben die Bauarbeiten nun endlich begonnen.

Im ersten Schritt der Kita-Erweiterung werden zunächst einige Wände und Decken abgerissen, um Rohrleitungen und elektrische Leitungen neu verlegen zu können. Danach werden neue Wände und Decken eingezogen, ein neuer Fußboden verlegt und die Wände gestrichen. Zusätzlich erhalten wir in der Sommerschließung ein neuen Sanitärbereich und die Spülküche. Der Einbau einer Kinderküche soll im letzten Bauabschnitt vollzogen werden. Wir hoffen, dass dies noch in diesem Jahr realisiert werden kann.

Manchmal sind wir von dem entstehenden Baulärm und dem vielen feinen Staub genervt, doch die Freude über die neuen Räume und die damit verbundene Möglichkeit weiteren 15 Kindern eine Betreuung in unserer Kita anbieten zu können, überwiegt.

Die Fotos geben einen kleinen Eindruck, was bereits in der kurzen Zeit geleistet wurde.

Autorin: Thomaschewski-Borrmann, C.

Spaghetti im Kindergarten

 

… eigentlich keine Seltenheit möchte man meinen. Aber am Rosenmontag war es eine Sensation. Kurz vor dem Mittagessen klingelte es an der Kitatür. Die Kinder kamen gerade aus dem Garten und freuten sich auf das gemeinsame Speisen. Bei der Garderobe angekommen, begannen sich die ersten Kinder auszuziehen, um sich daraufhin die Hände waschen zu gehen. Doch da kam unsere Kita-Leitung - Christine - die Treppe in Begleitung zweier „seltsam“ gekleideten jungen Damen herunter.

Eine der beiden Damen trug eine geheimnisvoll wirkende Kiste mit sich. Neugierig, gespannt und auch nur zur Hälfte ausgezogen, versammelten sich alle Kinder und auch die Erzieherinnen schnell im Gruppenraum der Bärenkinder. Die junge Dame mit der geheimnisvollen Kiste erhielt sofort die volle Aufmerksamkeit der Kinder und die der Erwachsenen. Freundlich und selbstbewusst stellte sie sich und ihre Begleitung vor. „Wir kommen vom Zirkus Astoria und möchten euch herzlich einladen, unsere Vorstellung zu besuchen. Wisst ihr denn, was ein Zirkus überhaupt ist?“ Viele Kinder konnten einen Zirkus beschreiben, aber einige sagten auch, dass sie bisher noch nie einen Zirkus besucht hatten.

Die junge Dame, als Dompteurin verkleidet, wandte sich daraufhin der Kiste zu. Sie fragte die Kinder, was sich denn in dieser Kiste befinden könnte. Wild durcheinander riefen die Kinder: „Ein Schatz“, „Gold“, eine „Krone“ und „Süßigkeiten“. Doch leider lagen alle falsch. Nachdem die Dompteurin den Kindern den Hinweis gab, dass es sich um ein Lebewesen ohne Beine handeln soll, schoss es wie aus mehreren Kanonen gleichzeitig: „Eine Schlange!“ Und tatsächlich, es war eine Schlange. Genauer gesagt eine 3 Jahre alte Königspython. „Darf ich vorstellen, das ist Spaghetti!“

Die Kinder machten große Augen und staunten nicht schlecht, als sie zum ersten Mal eine echte Schlange sehen und sogar anfassen konnten. Rau und glatt zugleich, fast wie eine echte Spaghetti. Auch unser Koch kam kurz darauf hinzu, als er hörte, dass sich eine Spaghetti noch vor dem Mittagessen in den Gruppenraum der Bärenkinder verirrt hatte. Mutig ließ er sich Spaghetti um den Hals legen. Auch die Kinder bekamen diese Gelegenheit, es traute sich aber nicht jeder. Doch wer es tat, bekam eine Freikarte für den Zirkus Astoria geschenkt. Erschöpft vom vielen Rumhängen und gestreichelt werden, musste Spaghetti dann doch wieder in ihre Schatzkiste zurück.

Die beiden Damen vom Zirkus verabschiedeten sich von den Kindern mit Gutscheinen für die Vorstellung und einem großen Werbeplakat. Dieses wurde sofort aufgehängt, da wir eine solch tolle Werbeaktion bisher noch nicht erlebt hatten – nicht einmal von Barilla oder Buitoni.

Autorin: Fischer, C.

"Moabit liest" in unserer Kita


Vom 17. bis zum 21. November 2014 fand in Moabit die diesjährige Lesewoche „Moabit liest“ statt, die sich mittlerweile zu einem der größten Literaturereignisse Berlins entwickelt hat. Autoren und Vorleser präsentieren hierbei an außergewöhnlichen Orten Werke und verschaffen diesen eine Öffentlichkeit, die längst über Bezirksgrenzen hinausgeht. Den Höhepunkt findet die Veranstaltung heute in der „Langen Nacht des Buches“.

Unsere Kita-Kinder kamen schon etwas früher in den Genuss und zu ihrem persönlichen Leseabenteuer, denn in diesem Jahr liegt ein Schwerpunkt der Veranstaltung auf der Lese- und Sprachförderung. Und so fand sich der Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke schon um 9.30 Uhr ein, um den „Wackelzähnen“, der „Regenbogen-„ und der“ Bärengruppe“ Geschichten von mutigen und ängstlichen Hasen, von Grüffelos und Eisbären vorzulesen. In seinem Vorhaben wurde er begleitet von Angestellten der AOK-Gesundheitskasse, die zur Stärkung einen großen Obstkorb für den ganzen Kindergarten mitbrachten.

Erste Runde: „Willst Du mein Freund sein? fragte der Hase“. Dr. Hanke brauchte die „Wackelzähne“ nicht lange zu bitten. Acht Kinder verfolgten seinen Vortrag aufmerksam. Nach jeder gelesenen Seite wurden die Bilder gemeinsam betrachtet. Mit gezielten, einfühlsamen Fragen ermunterte Dr. Hanke als studierter Erziehungswissenschaftler und ehemaliger Gesamtschullehrer die Kinder dabei zum Sprechen: „Wart ihr, wie der Hase und der Bär, auch schon mal nachts draußen und habt die Sterne betrachtet?“ Oh ja, alle, und einer der Jungen hatte sogar schon mal einen halben Mond gesehen!

Der Bezirksbürgermeister nahm sich Zeit, auch im anschließenden Gespräch mit Pfarrerin Türpe und der Leiterin der Kita, Frau Thomaschewski-Borrmann, in dem er sich sehr interessiert an der momentanen Situation der Kita und ihren Zukunftsplänen zeigte, am religionspädagogischen ebenso wie am Sprachförderungskonzept. Bis die nächste Vorlesegruppe nach ihm verlangte...

Dr. Hanke, wenn Sie mal nicht mehr für ein politisches Amt kandidieren wollen: wir wählen Sie für unsere Kita als Vorleser. Einstimmig!

MARTINA KNOLL